FINJA

Therapie- und Schulbegleithündin

Therapiebegleithündin
Ausgebildete Therapiebegleithunde wie FINJA scheinen einen «siebten Sinn» dafür zu entwickeln, wie es uns Menschen körperlich oder seelisch geht. Sie erspüren die Stimmungen der sie umgebenden Menschen und versuchen, ihnen aktiv beizustehen. Wissenschaftliche Tests haben bewiesen, dass der therapeutische Einsatz von Hunden beispielsweise dabei hilft, hohen Blutdruck zu senken und Stress zu reduzieren. Als Therapiebegleithündin begegnet FINJA dem Menschen wertneutral und fragt nicht nach dessen Problemen, Schmerzen oder Leiden.

Allein durch ihre Gegenwart und Zuwendung schafft unsere feinfühlige FINJA eine entspannte, tröstende und im wahrsten Sinne des Wortes heilbringende Atmosphäre. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen hier in der therapeutischen Praxis des CHALET ELIM Mitgefühl, Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln, Trost und Wärme zu spenden. Das geschieht unmittelbar, vorbehaltlos und funktioniert auf faszinierende Weise bei vielen neurologischen, psychischen oder sozialen Problemen. Als Therapiebegleithündin bewertet sie einen Menschen nicht nach Aussehen, Intelligenz oder Fähigkeiten.

Therapiebegleithunde wie FINJA sind professionell ausgebildete Hunde, die im medizinischen Einsatz tätig sind. Sie helfen Menschen, bestimmte Krankheiten zu überwinden oder Krankheitssymptome zu lindern. Therapiebegleithunde werden gezielt im Rahmen medizinischer und psychologischer Behandlungen eingesetzt und haben sich in verschiedenen Gebieten bewährt. Sie lindern Angstzustände, Aggressionsausbrüche, Sprach- oder Sozialstörungen und vielfältige Stresssymptome. Zu den von ihnen zu stützenden neurologischen Besonderheiten gehören unter anderem Neurodiversität: Hochsensibilität, ADS, ADHS, Autismus-Spektrum ASS, Posttraumatisches Syndrom PTBS, Hirnhautentzündungen und Multiple Sklerose. Auch Menschen, welche an Gelenkbeschwerden, Beweglichkeitsproblemen, Lähmungen etc. leiden, profitieren sehr von FINJAs empathischer Umgangsart.

Vermehrt kommen inzwischen als verlässliche Begleiter auch in der Kunsttherapie Therapiebegleithunde zum Einsatz. Der Einsatzbereich der «tiergestützten Therapie» ist ein noch junges medizinisches Therapiefeld und befindet sich in einer stetigen Weiterentwicklung. Bei der Begegnung mit FINJA erleben Menschen immer wieder, dass auch bei ihnen das Hormon Oxytocin, bekannt auch als «Kuschel- bzw. Glückshormon», ausgeschüttet wird, wenn sie sie zum Beispiel streicheln. Der Therapiebegleithund wird ausschliesslich im Team zusammen mit einem professionellen Arzt, einer Therapeutin oder einem Pädagogen eingesetzt. Ich stehe ihr als Hundeführerin stets zur Seite.

FINJA hat auch noch eine andere Aufgabe. Sie arbeitet zeitweise als Schulbegleithund.

 

Schulbegleithündin

Ein Schulbegleithund ist ein speziell ausgebildeter und geprüfter Hund, der in Kindergärten, Klassen, Kleingruppen oder in der Einzelarbeit in pädagogischen Institutionen eingesetzt wird, um positiv auf den Unterricht und die Schüler und Schülerinnen zu wirken.

Ein Schulbegleithund-Team nennt man einen ausgebildeten Schulbegleithund und einen ausgebildeten Pädagogen, die zusammen im Schulzimmer agieren. Bei der Ausbildung zum Schulbegleithund-Team lernt die Besitzerin ihre Hündin und deren Verhalten besser kennen. Durchgenommen werden in der Theorie und Praxis die Themen: Lernen, Kommunikation und Stress beim Hund. Es werden Ideen zum Unterrichtseinsatz erlernt und gemeinsam ausprobiert. Die Bindung zur Hündin wird gestärkt und bildet die Grundlage für ein gutes Mensch-Hund-Team.

Ein Schulbegleithund ist ein….

Stres S fresser
Gesprä C hspartner
Stimmungsauf H eller
M U tmacher
See L entröster
Beru H iger
Wohlf U ehlförderer
Ler N motivierer
Lärm D ämpfer

…aber vor allem ein Freund.

Schulbegleithunde haben viele positive Wirkungen auf die Lernenden. Sie können stressabbauend wirken und die Ausschüttung des Glückshormons Oxytocin im Gehirn auslösen. Dieses Hormon vermindert Ängste, fördert die Bindung, verbessert die sozialen Kompetenzen und die Empathie, vermindert Aggressivität und führt zu einer positiven Selbstwahrnehmung. Untersuchungen zeigen, dass sich in Klassen mit Schulbegleithund bereits nach kurzer Zeit das soziale Klima und die Motivation verbessert hat. Es wurden auch weitere positive Auswirkungen festgestellt: Die Lernenden gingen lieber zur Schule, ruhige Lernende wurden aus der Isolation geholt, hyperaktive Lernende wurden ruhiger. Es fanden mehr Sozialkontakte statt. Es kann sich auch eine Dämpfung des Stresshormons Cortisol zeigen.

Probleme in den Bereichen Wahrnehmung, Emotionalität, Impulskontrolle, Sozialverhalten, Lern- und Arbeitsverhalten, Motorik etc. können mit gezielten Übungen angegangen werden.