Daniela Roos – Violoncello und Ina Callejas – Akkordeon
Sonntag, den 10. Januar 2027 um 17.00 Uhr
15 Jahre Duo Escarlata
Das 15-jährige Jubiläum des Duo Escarlata feiern Daniela Roos (Violoncello) und Ina Callejas (Akkordeon) mit einer eindrücklichen musikalischen Klangreise.
Von Vivaldis italienischem Feuer und Boccherinis galantem Esprit führt der Weg über romantische Farben von Reger und Dvořák bis hin zum virtuosen Popper und Martinůs raffinierter Moderne. Selten gehörte Kostbarkeiten wie Moffats Alt-italienische Melodien und Sgambatis Serenata napoletana verleihen mediterranes Leuchten.
Das Programm verbindet Leidenschaft, Eleganz und Tiefgang – ein musikalischer Bogen über drei Jahrhunderte, voller Farben und Geschichten und wie geschaffen für das Jubiläum des Duo Escarlata.
Eine musikalische Reise von Italien nach Böhmen
Antonio Vivaldi (1678–1741)
Sonate Nr. 3 a-Moll RV 43
Largo – Allegro – Largo – Allegro
Alfred Moffat (1863–1950)
aus: Fünf Alt-italienische Melodien op. 50
4. La Partenza (Romanza, 1710)
5. Ballo (um 1750)
Giovanni Sgambati (1841–1914)
Serenata napoletana op. 24 Nr. 2
Luigi Boccherini (1743–1805)
aus: Sonate Nr. 6 A-Dur G. 4
Adagio – Allegro
Max Reger (1873–1916)
Romanze a-Moll WoO IV/11
original für Harmonium
Antonín Dvořák (1841–1904)
Rondo op. 94
Bohuslav Martinů (1890–1959)
Nocturne IV
David Popper (1843–1913)
Gavotte op. 23 Nr. 2
Tarantella op. 33
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Duo Escarlata
Das leuchtende Scharlachrot der Amaryllis-Blüte, Sinnbild für Ausdruckskraft und Eleganz, steht Pate für den Namen und das Logo des Duo Escarlata. Seit seiner Gründung im Frühjahr 2011 begeben sich die Violoncellistin Daniela Roos und die Akkordeonistin Ina Callejas auf faszinierendes musikalisches Neuland: Die ungewöhnliche Verbindung ihrer Instrumente eröffnet eine Klangwelt von überraschender Tiefe und Farbigkeit – zugleich vertraut und doch unerhört neu.
Mit Leidenschaft und feinem Selbstbewusstsein widmen sich die beiden Musikerinnen einem Repertoire, das von der Renaissance über Barock und Klassik bis in die Moderne reicht. In unermüdlicher Suche nach einem authentischen, zugleich individuellen Klangbild entstehen eigene Transkriptionen und kunstvoll gearbeitete Arrangements. Dabei verschieben sich bisweilen die gewohnten Rollen: Eine Melodie des Cellos kann plötzlich im Akkordeon aufblühen, während das Violoncello die harmonische Basis legt – ein Dialog, der stets aufs Neue überrascht.
Einen besonderen Meilenstein markiert das eigene Arrangement von Camille Saint-Saëns’ «Karneval der Tiere» – inzwischen über 50 Mal aufgeführt und stets ein Publikumserfolg dank seines farbenreichen Klangspektrums und den pointierten Textpassagen von Felix Bierich, die Jung und Alt gleichermassen fesseln.
Für ihre künstlerische Originalität und Ausdruckskraft wurden die Musikerinnen mit dem Förderpreis «Pro Argovia Artist 2012/2013» ausgezeichnet. Seither führen sie ihre Musik in Konzertsälen in der ganzen Schweiz und in Deutschland auf und erfreuen sich einer stetig wachsenden Hörerschaft.
2014 erschien die Debüt-CD «Im Volkston» bei GENUIN classics mit Werken von Schumann, Dvořák und Martinů; 2016 folgte die zweite Einspielung «Herzstücke» mit Kompositionen von Popper, de Falla, Cassadó, Offenbach, Piazzolla und anderen. Beide Alben zeugen von der Vielseitigkeit, Präzision und Ausdruckskraft, die das Duo Escarlata zu einem unverwechselbaren Klanggespann machen.
Daniela Roos – Violoncello
Die Aargauer Cellistin Daniela Roos führt eine rege solistische und kammermusikalische Konzerttätigkeit im In- und Ausland. Sie wurde u. a. eingeladen zu Konzerten in der Schweizer Botschaft in Berlin, im Rahmen des Beethovenfestes Bonn, zum Opernfestival in Avenches, dem Filmfestival Zürich mit der Pepe Lienhard Band, den Schlossfestspielen Innsbruck und dem Davos Festival, zu den Briger Schlossnächten, dem Swiss Indoors in Basel, an das ESAF und zu Andermatt Classics. Des Weiteren steht sie regelmässig mit Nelly Patty, Stephan Eicher und Florian Ast auf der Bühne. Sie wirkte bei diversen Fernseh- und CD-Aufnahmen mit.
Daniela Roos absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Musik in Luzern bei Prof. Guido Schiefen und Prof. Marek Jerie (Violoncello) sowie bei Prof. Martin Zeller (Barockcello und Viola da Gamba) und schloss ihren Master of Arts 2011 mit Auszeichnung ab. Sie rundete ihre Ausbildung durch aktive Teilnahme an Meisterkursen bei Gerhart Darmstadt, Valentin Erben, János Starker, Mischa Strauss, Troels Svane, Wen-Sinn Yang und dem Guarneri Trio Prague ab. Wichtige musikalische Inspirationen und Impulse erhielt sie zudem durch Unterricht bei Antonio Meneses und Claude Starck.
Daniela Roos ist Cellistin des Duo Escarlata, mit dem sie einen Aargauer Förderpreis gewonnen hat, vom Trio Sorriso, vom Classic Ensemble «Salut d’Amour» und vom Duo Montana. Sie spielt regelmässig in der Camerata Schweiz und ist Mitglied des Swiss Orchestra, vom Christoph Walter Orchestra und der Sinfonietta Schaffhausen. Ihr musikalisches Schaffen wurde 2021 mit einem Förderpreis vom Aargauer Kuratorium gewürdigt.
Daniela Roos leitet seit mehr als zehn Jahren die erfolgreiche Aargauer Konzertreihe Sonaare.
Ina Callejas – Akkordeon
Ina Callejas ist eine international agierende Akkordeonistin. Sie präsentiert ihr Instrument auf Festivals, wie dem Lucerne Festival und dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Warschauer Herbst, dem Davos Festival «Young Artists in Concert», Donaueschingen Off und den «Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik» sowie in Projekten mit Ensembles für Neue Musik, wie Ensemble Contrechamps und Ensemble Interface. Konzertreisen führten sie in zahlreiche europäische Länder sowie nach Russland, Israel/Palästina und die USA.
Seit 2010 spielt Ina Callejas regelmässig am Opernhaus Zürich; bei weiteren Engagements konzertierte sie u. a. mit dem hr-Sinfonieorchester, dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden, dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Berner Symphonieorchester, dem Luzerner Sinfonieorchester, der Sinfonietta Schaffhausen und am Bolschoi-Theater Moskau. Zusammen mit der Schweizer Cellistin Daniela Roos gründete sie das «Duo Escarlata», welches zu Pro Argovia Artists 2012/2013 ernannt wurde und zwei CDs veröffentlichte.
Neben ihrer Vorliebe, dem Musizieren mit Sänger:innen, ist sie zudem als «Duo Croquembouche» (mit Saxophon), «Duo Flût’accord» (mit Flöte) und «Duo Moiré» (mit Violine) unterwegs. Sie ist 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins «HighNoon – Freunde Neuer Musik e.V.» mit Sitz in Konstanz.
Ihren Master of Arts schloss Ina Callejas bei Prof. Teodoro Anzellotti an der Hochschule der Künste Bern mit Auszeichnung ab, zuvor hatte sie bereits in Trossingen bei Prof. Hugo Noth und Prof. Hans Maier sowie in San Sebastián bei Prof. Iñaki Alberdi studiert. Wichtige Impulse erhielt sie ausserdem bei Persönlichkeiten wie Stefan Hussong, Janne Räkyä und Geir Draugsvoll.
Sie erhielt Stipendien der Jürgen Ponto-Stiftung, der Landesstiftung Baden-Württemberg und der Studienstiftung des deutschen Volkes.





